Energie-Lexikon – Fachbegriffe einfach erklärt
Verstehen Sie die wichtigsten Begriffe der Energiewirtschaft. Von Arbeitspreis bis Zählerstand – verständlich erklärt für Unternehmen.
Hier finden Sie die wichtigsten Begriffe rund um Energieberatung und Energiemanagement. Nutzen Sie unser Lexikon, damit Sie komplexe Informationen direkt auf Ihre Unternehmenssituation übertragen können.
15-Minuten-Werte
Die 15-Minuten-Werte bezeichnen die Messung des Stromverbrauchs in 15-minütigen Intervallen. Für Unternehmen mit hohem Verbrauch sind diese Daten entscheidend für die Analyse von Lastspitzen und die Optimierung des Energieeinkaufs, was zu erheblichen Kosteneinsparungen führen kann.
24/7-Betrieb
Ein 24/7-Betrieb läuft rund um die Uhr, ohne Unterbrechungen. Dies erfordert eine besonders hohe Versorgungssicherheit und ein ausgeklügeltes Energiemanagement, um die Energiekosten über den gesamten Tag- und Nachtzyklus zu kontrollieren und zu optimieren.
Abwärmenutzung
Die Abwärmenutzung ist die Wiederverwendung von Wärme, die als Nebenprodukt in industriellen Prozessen entsteht. Für Unternehmen ist dies eine wichtige Strategie zur Steigerung der Energieeffizienz, zur Senkung der Energiekosten und zur Reduzierung des CO2-Fußabdrucks.
Amortisationszeiten
Die Amortisationszeit ist der Zeitraum, in dem sich eine Investition durch die daraus resultierenden Einsparungen oder Erträge refinanziert. Für Entscheider ist sie eine zentrale Kennzahl zur Bewertung der Rentabilität von Energieeffizienzmaßnahmen und Investitionen in erneuerbare Energien.
Anlagen
Anlagen sind die technischen Einrichtungen und Maschinen, die in einem Unternehmen zur Produktion oder für den Betrieb notwendig sind. Die energetische Optimierung dieser Anlagen ist ein wesentlicher Hebel zur Senkung des Gesamtenergieverbrauchs und der Betriebskosten.
Anlagentechnik
Die Anlagentechnik umfasst die Planung, Installation und Wartung aller technischen Anlagen in einem Gebäude oder einer Produktionsstätte. Eine moderne und effiziente Anlagentechnik ist die Grundlage für einen energieeffizienten und kostengünstigen Betrieb.
Antragstellung
Die Antragstellung bezeichnet den formellen Prozess zur Beantragung von Fördermitteln für Energieeffizienzmaßnahmen oder andere Projekte. Eine korrekte und vollständige Antragstellung ist entscheidend für den Erfolg und die Inanspruchnahme von staatlichen Zuschüssen und Krediten.
Arbeitspreis
Der Arbeitspreis ist der verbrauchsabhängige Teil des Strom- oder Gaspreises, der pro Kilowattstunde (kWh) abgerechnet wird. Für Unternehmen ist die Optimierung des Arbeitspreises durch geschickten Einkauf und die Nutzung von günstigen Zeitfenstern ein wichtiger Faktor zur Senkung der Energiekosten.
Atypische Netznutzung
Die atypische Netznutzung ermöglicht Unternehmen mit einem planbaren und antizyklischen Stromverbrauch eine Reduzierung der Netzentgelte. Dies ist besonders relevant für Betriebe, die ihre Lastspitzen gezielt in die Nebenzeiten des Netzes verlagern können.
Audit
Ein Audit ist eine systematische und unabhängige Untersuchung von Prozessen, Systemen oder Leistungen. Im Energiebereich dient ein Energieaudit nach DIN EN 16247-1 der Identifizierung von Einsparpotenzialen und ist oft Voraussetzung für die Inanspruchnahme von Fördermitteln.
Automotive
Die Automobilindustrie befindet sich in einer tiefgreifenden Transformation hin zur Elektromobilität, was zu massiven Veränderungen im Energiebedarf der Produktionswerke führt. Energiemanagement und flexible Beschaffungsstrategien sind entscheidend, um die hohen Investitionen in neue Fertigungslinien und Ladeinfrastruktur wirtschaftlich zu flankieren.
BAFA
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ist eine zentrale Förderinstitution in Deutschland für Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Für Unternehmen bietet das BAFA attraktive Zuschüsse für Investitionen in energiesparende Technologien und für Energieberatungen.
BEG
Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) ist ein zentrales Förderprogramm für die energetische Sanierung und den Neubau von energieeffizienten Gebäuden. Unternehmen können hier Zuschüsse und Kredite für Maßnahmen an Nichtwohngebäuden beantragen und so ihre Investitionskosten senken.
BEHG
Das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) bepreist die CO2-Emissionen aus Heiz- und Kraftstoffen. Für Unternehmen führt der steigende CO2-Preis (2025: 55 €/t, 2026: 55-65 €/t) zu höheren Energiekosten und schafft einen starken Anreiz für Investitionen in Effizienzmaßnahmen und den Umstieg auf erneuerbare Energien.
BEW
Die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) fördert den Bau und die Dekarbonisierung von Wärmenetzen mit hohen Zuschüssen. Für Energieversorger und Industrieunternehmen mit hohem Wärmebedarf ist dies ein zentraler Anreiz, in die Transformation der Wärmeversorgung zu investieren und von langfristig stabilen, CO2-armen Wärmequellen zu profitieren.
Beleuchtung
Die Beleuchtung ist ein wesentlicher Stromverbraucher in den meisten Unternehmen. Die Umrüstung auf moderne LED-Technologie in Kombination mit einer intelligenten Steuerung ermöglicht erhebliche Einsparungen bei den Stromkosten und verbessert die Arbeitsbedingungen.
Bestandsanalyse
Die Bestandsanalyse ist die detaillierte Erfassung und Bewertung des aktuellen energetischen Zustands von Gebäuden, Anlagen und Prozessen. Sie ist die Grundlage für die Entwicklung einer effektiven Energiestrategie und die Identifizierung der wirtschaftlichsten Einsparmaßnahmen.
Bestandsaufnahme
Die Bestandsaufnahme ist der erste Schritt bei einer Energieberatung oder einem Audit und umfasst die Sammlung aller relevanten Verbrauchsdaten und technischen Informationen. Eine sorgfältige Bestandsaufnahme ist entscheidend für die Qualität und Genauigkeit der nachfolgenden Analyse und Empfehlungen.
Bewilligungsbehörden
Bewilligungsbehörden sind die staatlichen oder halbstaatlichen Stellen, die über die Vergabe von Fördermitteln entscheiden. Für Unternehmen ist es wichtig, die Anforderungen und Prozesse dieser Behörden genau zu kennen, um Förderanträge erfolgreich zu platzieren.
Bilanzkreis
Ein Bilanzkreis ist ein virtuelles Energiemengenkonto, das die Einspeisung und Entnahme von Strom oder Gas im Gleichgewicht halten muss. Für Unternehmen mit eigener Erzeugung oder komplexen Lieferverträgen ist das Verständnis des Bilanzkreismanagements entscheidend, um Ausgleichsenergiekosten zu vermeiden.
Bundesförderung Industrie und Klimaschutz
Die Bundesförderung für Industrie und Klimaschutz (BIK) ist ein zentrales Förderinstrument für die Dekarbonisierung der Industrie. Sie unterstützt Unternehmen mit hohen Zuschüssen bei der Umstellung auf klimafreundliche Produktionsprozesse und Technologien, um die Wettbewerbsfähigkeit im globalen Kontext zu sichern.
Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft
Dieses umfassende Förderprogramm unterstützt Unternehmen bei Investitionen in energieeffiziente Technologien und Prozesse. Es ist ein zentrales Instrument zur Senkung des Energieverbrauchs und zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie.
Bundesförderung für effiziente Gebäude
Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) ist ein zentrales Förderprogramm für die energetische Sanierung und den Neubau von energieeffizienten Gebäuden. Unternehmen können hier Zuschüsse und Kredite für Maßnahmen an Nichtwohngebäuden beantragen und so ihre Investitionskosten senken.
Büro
Bürogebäude haben spezifische Energieverbrauchsprofile, die von Heizung, Kühlung, Lüftung und Beleuchtung geprägt sind. Eine ganzheitliche Optimierung dieser Bereiche kann die Betriebskosten erheblich senken und gleichzeitig den Komfort für die Mitarbeiter erhöhen.
CO2-Preis
Der CO2-Preis ist ein politisches Instrument, das die Emission von Kohlendioxid mit Kosten belegt, um Anreize für Klimaschutz zu schaffen. Für Unternehmen bedeutet der steigende CO2-Preis eine direkte Erhöhung der Kosten für fossile Energien und macht Investitionen in Effizienz und erneuerbare Energien wirtschaftlich immer attraktiver.
Chemie
Die chemische Industrie ist eine der energieintensivsten Branchen. Energiemanagement, Prozessoptimierung und die Nutzung von Abwärme sind hier entscheidende Hebel, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und die strengen Umweltauflagen zu erfüllen.
Compliance
Compliance bezeichnet die Einhaltung von gesetzlichen und regulatorischen Vorgaben. Im Energiebereich wird die Compliance immer komplexer (z.B. EnEfG, GEG) und ist für Unternehmen entscheidend, um Bußgelder zu vermeiden und rechtssicher zu agieren.
Contracting
Contracting ist ein Modell, bei dem ein externer Dienstleister (Contractor) die Planung, Finanzierung, Installation und den Betrieb von Energieanlagen übernimmt. Unternehmen können so ohne eigene Investitionen von modernen und effizienten Anlagen profitieren und zahlen nur für die bezogene Energie.
Contracting-Orientierungsberatung
Diese spezielle Beratungsform hilft Unternehmen zu prüfen, ob ein Contracting-Modell für ihre Energieversorgung wirtschaftlich und technisch sinnvoll ist. Sie wird oft staatlich gefördert und bietet eine fundierte Entscheidungsgrundlage.
DIN EN 16247
Die DIN EN 16247 ist die europäische Norm für Energieaudits und definiert den Prozess zur Identifizierung von Energieeinsparpotenzialen. Für technische Leiter und Energiebeauftragte ist sie der verbindliche Leitfaden zur Erfüllung der Auditpflicht nach EDL-G und zur strukturierten Planung von Effizienzmaßnahmen.
DIN V 18599
Die DIN V 18599 ist die deutsche Norm zur energetischen Bilanzierung von Gebäuden und die Berechnungsgrundlage für Energieausweise von Nichtwohngebäuden. Für Immobilienbesitzer und technische Leiter ist sie das entscheidende Werkzeug zur Bewertung der Energieeffizienz und zur Planung von Sanierungsmaßnahmen gemäß GEG.
Dekarbonisierung
Die Dekarbonisierung bezeichnet die Umstellung der Wirtschaft auf Prozesse, die keine oder nur sehr geringe CO2-Emissionen verursachen. Für Unternehmen ist dies eine strategische Herausforderung und Chance zugleich, um zukunftsfähig zu bleiben und den Anforderungen von Kunden und Gesetzgebern gerecht zu werden.
Dekarbonisierungsstrategien
Dekarbonisierungsstrategien sind langfristige Pläne von Unternehmen zur Reduzierung ihrer CO2-Emissionen. Sie umfassen Maßnahmen wie Energieeffizienz, den Einsatz erneuerbarer Energien und die Anpassung von Produktionsprozessen.
Druckluft
Druckluft ist ein in der Industrie häufig genutztes, aber sehr energieintensives Medium. Die Optimierung von Druckluftsystemen durch Leckage-Ortung, bedarfsgerechte Steuerung und effiziente Kompressoren birgt oft erhebliche Einsparpotenziale.
E-Ladeinfrastruktur
Die E-Ladeinfrastruktur umfasst alle Einrichtungen zum Aufladen von Elektrofahrzeugen. Für Unternehmen wird der Aufbau von Ladeinfrastruktur für Mitarbeiter- und Kundenfahrzeuge sowie für den eigenen Fuhrpark zu einem wichtigen Standortfaktor und Teil der Nachhaltigkeitsstrategie.
EBN
Die Energieberatung für Nichtwohngebäude, Anlagen und Systeme (EBN) ist ein BAFA-Förderprogramm, das Zuschüsse für Energieaudits und Beratungen gewährt. Es ermöglicht Unternehmen, mit geringem Eigenaufwand eine fundierte Entscheidungsgrundlage für Investitionen in Energieeffizienz zu erhalten.
EDL-G
Das Gesetz über Energiedienstleistungen (EDL-G) verpflichtet Nicht-KMU zur Durchführung regelmäßiger Energieaudits nach DIN EN 16247-1. Für Geschäftsführer ist dies ein strategisches Instrument, um systematisch Kostensenkungspotenziale aufzudecken und die Wettbewerbsfähigkeit durch höhere Energieeffizienz zu steigern.
EEG
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) regelt die Einspeisung und Vergütung von Strom aus erneuerbaren Energien. Für Unternehmen ist es die Grundlage für Investitionsentscheidungen in eigene Erzeugungsanlagen wie PV-Anlagen, um von garantierten Vergütungen zu profitieren und die Stromkosten zu senken.
EMAS
Das Eco-Management and Audit Scheme (EMAS) ist das Premium-Umweltmanagementsystem der EU, das über die Anforderungen der ISO 14001 hinausgeht. Für Unternehmen, die eine Vorreiterrolle im Umweltschutz anstreben, ist EMAS ein starkes Kommunikationsinstrument, um Glaubwürdigkeit und Vertrauen bei Kunden und in der Öffentlichkeit zu schaffen.
Eigentümer
Eigentümer von Gewerbeimmobilien stehen vor der Herausforderung, ihre Gebäude energieeffizient und gesetzeskonform zu betreiben. Investitionen in die energetische Sanierung steigern nicht nur den Wert der Immobilie, sondern senken auch die Nebenkosten für die Mieter.
Einsparpotenziale
Einsparpotenziale sind die quantifizierbaren Möglichkeiten zur Reduzierung des Energieverbrauchs und der Energiekosten. Die systematische Identifizierung und Bewertung dieser Potenziale ist die Kernaufgabe einer professionellen Energieberatung.
Einsparungen
Einsparungen sind das finanzielle Ergebnis von umgesetzten Energieeffizienzmaßnahmen. Für Entscheider sind die erzielbaren Einsparungen das wichtigste Kriterium für die Freigabe von Investitionen in diesem Bereich.
Einzelhandel
Der Einzelhandel hat einen hohen Energiebedarf für Beleuchtung, Kühlung von Lebensmitteln und Heizung/Lüftung der Verkaufsflächen. Gezielte Effizienzmaßnahmen können hier die oft knappen Margen verbessern und die Wettbewerbsfähigkeit stärken.
EnEfG
Das Energieeffizienzgesetz (EnEfG) verpflichtet Unternehmen ab einem Jahresverbrauch von 7,5 GWh zur Einführung eines Energie- oder Umweltmanagementsystems bis Juli 2025. Für Entscheider bedeutet dies die Pflicht, Energieverbräuche systematisch zu erfassen, Effizienzpotenziale zu bewerten und Umsetzungspläne zu veröffentlichen, um hohe Bußgelder zu vermeiden.
EnMS
Ein Energiemanagementsystem (EnMS) ist ein nach ISO 50001 zertifizierter Prozess zur kontinuierlichen Verbesserung der Energieeffizienz. Für Geschäftsführer ist es das zentrale Steuerungsinstrument, um Energiekosten systematisch zu senken und gesetzliche Anforderungen (EnEfG) zu erfüllen.
EnPIs
Energy Performance Indicators (EnPIs), oder Energieleistungskennzahlen, sind Kennzahlen zur Messung und Bewertung der Energieeffizienz. Sie sind ein zentrales Werkzeug im Energiemanagement, um Fortschritte zu verfolgen und Verbesserungspotenziale zu identifizieren.
Energetische Sanierung
Die energetische Sanierung umfasst alle Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz von bestehenden Gebäuden, wie z.B. die Dämmung der Gebäudehülle oder die Erneuerung der Heizungstechnik. Sie ist ein entscheidender Beitrag zum Klimaschutz und zur Senkung der Betriebskosten.
Energieaudit
Ein Energieaudit ist eine systematische Untersuchung des Energieeinsatzes und Energieverbrauchs einer Organisation, eines Gebäudes oder eines Prozesses. Es ist ein wichtiges Instrument zur Identifizierung von Einsparpotenzialen und oft Voraussetzung für Förderungen oder gesetzliche Pflichten.
Energiebedarf
Der Energiebedarf ist die Menge an Energie, die für einen bestimmten Zweck (z.B. Heizen, Prozesswärme) benötigt wird. Die genaue Ermittlung des Energiebedarfs ist die Grundlage für die richtige Dimensionierung von Anlagen und die Planung von Effizienzmaßnahmen.
Energieberatung
Die Energieberatung ist eine Dienstleistung, die Unternehmen bei der Optimierung ihres Energieeinsatzes unterstützt. Eine qualifizierte Beratung ist hersteller- und produktneutral und hilft, die wirtschaftlichsten und technisch sinnvollsten Maßnahmen zu identifizieren.
Energieeffizienz
Energieeffizienz bedeutet, ein bestimmtes Ergebnis mit möglichst geringem Energieeinsatz zu erreichen. Für Unternehmen ist die Steigerung der Energieeffizienz ein zentraler Hebel zur Kostensenkung, zur Erhöhung der Versorgungssicherheit und zur Reduzierung der Umweltauswirkungen.
Energieeffizienz-Maßnahmen
Energieeffizienz-Maßnahmen sind konkrete technische oder organisatorische Veränderungen zur Reduzierung des Energieverbrauchs. Die Bandbreite reicht von einfachen Verhaltensänderungen bis hin zu großen Investitionen in neue Technologien.
Energieeinkauf
Der Energieeinkauf ist für viele Unternehmen ein wesentlicher Kostenfaktor. Eine strategische Beschaffung, die den richtigen Zeitpunkt, das passende Produkt und eine optimierte Vertragsstruktur berücksichtigt, kann die Energiekosten erheblich senken.
Energieintensiv
Energieintensive Unternehmen sind Betriebe, deren Energiekosten einen hohen Anteil an den Gesamtkosten ausmachen. Diese Unternehmen profitieren besonders von Energieeffizienzmaßnahmen und sind oft von speziellen gesetzlichen Regelungen betroffen.
Energiekennzahlen
Energiekennzahlen (EnPIs) sind spezifische KPIs, die die energiebezogene Leistung eines Unternehmens messen (z.B. kWh pro Tonne Produkt). Sie sind das Kernstück eines ISO 50001-Energiemanagementsystems, um die Effizienzentwicklung objektiv zu bewerten und zu steuern.
Energiekosten
Die Energiekosten sind die Summe aller Ausgaben für Strom, Gas, Öl und andere Energieträger. Ihre Reduzierung ist ein primäres Ziel des Energiemanagements und trägt direkt zur Verbesserung des Betriebsergebnisses bei.
Energieleistungskennzahlen
Energieleistungskennzahlen (EnPIs) sind Kennzahlen zur Messung und Bewertung der Energieeffizienz. Sie sind ein zentrales Werkzeug im Energiemanagement, um Fortschritte zu verfolgen und Verbesserungspotenziale zu identifizieren.
Energielieferanten
Energielieferanten sind die Unternehmen, die Strom und Gas an Endkunden verkaufen. Ein regelmäßiger Vergleich und Wechsel der Lieferanten kann für Unternehmen zu erheblichen Einsparungen führen.
Energiemanagement
Energiemanagement ist die systematische Planung und Umsetzung von Maßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs und der Energiekosten. Es ist ein kontinuierlicher Prozess, der alle Bereiche eines Unternehmens einbezieht.
Energiemanagement-System
Ein Energiemanagement-System (EnMS) nach ISO 50001 ist ein strukturierter Ansatz, um die energiebezogene Leistung eines Unternehmens kontinuierlich zu verbessern. Es hilft, Energieverbräuche transparent zu machen, Ziele zu setzen und Maßnahmen systematisch umzusetzen.
Energiepolitik
Die Energiepolitik umfasst alle politischen Entscheidungen und gesetzlichen Rahmenbedingungen, die den Energiemarkt beeinflussen. Für Unternehmen ist es entscheidend, die energiepolitischen Entwicklungen zu verfolgen, um strategische Entscheidungen richtig zu treffen.
Energieverbräuche
Die Energieverbräuche sind die gemessenen Mengen an Strom, Gas oder anderen Energieträgern, die ein Unternehmen in einem bestimmten Zeitraum verbraucht. Die detaillierte Analyse der Verbrauchsdaten ist die Basis für jedes Energiemanagement.
Energieversorger
Energieversorger sind Unternehmen, die Energie erzeugen, transportieren und an Kunden liefern. Die Auswahl des richtigen Energieversorgers und des passenden Vertragsmodells ist ein wichtiger Bestandteil der Beschaffungsstrategie.
Erneuerbare Energien
Erneuerbare Energien sind Energiequellen, die unbegrenzt zur Verfügung stehen oder sich schnell erneuern, wie z.B. Sonne, Wind und Biomasse. Der Einsatz erneuerbarer Energien ist ein zentraler Baustein der Dekarbonisierung und wird staatlich gefördert.
Ersparnis
Die Ersparnis ist der finanzielle Vorteil, der durch die Reduzierung des Energieverbrauchs oder durch günstigere Einkaufskonditionen erzielt wird. Sie ist die wichtigste Motivation für Investitionen in Energieeffizienz.
Festpreis
Ein Festpreis-Vertrag für Strom oder Gas garantiert einen konstanten Preis über eine vereinbarte Laufzeit. Dies bietet Unternehmen Planungssicherheit und schützt vor Preisschwankungen am Markt.
Fuhrpark
Der Fuhrpark ist die Gesamtheit aller Fahrzeuge eines Unternehmens. Die Umstellung auf Elektromobilität und die Optimierung der Routenplanung sind wichtige Hebel zur Senkung der Kosten und der CO2-Emissionen des Fuhrparks.
Fördermittelberatung
Die Fördermittelberatung unterstützt Unternehmen bei der Recherche und Beantragung von staatlichen Zuschüssen und Krediten für Energieprojekte. Eine professionelle Beratung erhöht die Erfolgsaussichten und maximiert die Fördersumme.
Fördermittelrecherche
Die Fördermittelrecherche ist die systematische Suche nach passenden Förderprogrammen für ein geplantes Investitionsvorhaben. Aufgrund der Vielzahl an Programmen auf Bundes-, Landes- und EU-Ebene ist dies eine komplexe Aufgabe.
Förderprogramme
Förderprogramme sind staatliche Instrumente zur finanziellen Unterstützung von bestimmten Zielen, wie z.B. Energieeffizienz oder Klimaschutz. Für Unternehmen sind sie ein wichtiger Anreiz, in nachhaltige Technologien zu investieren.
Förderquote
Die Förderquote gibt an, wie viel Prozent der förderfähigen Kosten eines Projekts durch ein Förderprogramm übernommen werden. Sie ist eine entscheidende Kennzahl für die Wirtschaftlichkeitsberechnung von Investitionen.
Förderstellen
Förderstellen sind die Institutionen, die Förderprogramme verwalten und die Anträge bearbeiten, wie z.B. die BAFA oder die KfW. Der direkte Kontakt und die Kenntnis der jeweiligen Anforderungen sind für eine erfolgreiche Antragstellung wichtig.
GEG
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) legt die energetischen Anforderungen an Neu- und Bestandsgebäude fest. Für Unternehmen ist das GEG ein zentraler rechtlicher Rahmen für Bau- und Sanierungsvorhaben, der die Energieeffizienz und den Einsatz erneuerbarer Energien vorschreibt.
GEG 2024/2025
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) legt die energetischen Anforderungen für Neubauten und Sanierungen fest. Ab 2025 müssen Neubauten den EH40-Standard erfüllen und Heizungen mit 65% erneuerbaren Energien betrieben werden, was für Unternehmen höhere Investitionskosten, aber langfristig niedrigere Betriebskosten bedeutet.
Gas
Gas ist ein wichtiger Energieträger für die Wärmeversorgung und für viele industrielle Prozesse. Angesichts steigender CO2-Preise und der Volatilität der Märkte wird die Optimierung des Gasbezugs und die Suche nach Alternativen immer wichtiger.
Gastronomie
Die Gastronomie hat einen hohen Energiebedarf für Kochen, Kühlen und Lüften. Effiziente Küchengeräte, eine optimierte Kühlkette und eine bedarfsgerechte Lüftung können die Energiekosten in diesem preissensiblen Gewerbe deutlich senken.
Gebäudehülle
Die Gebäudehülle umfasst alle Bauteile, die ein Gebäude nach außen abschließen, wie Wände, Dach und Fenster. Eine gut gedämmte und dichte Gebäudehülle ist die wichtigste Voraussetzung für einen geringen Heiz- und Kühlenergiebedarf.
Gesundheitswesen
Das Gesundheitswesen, insbesondere Krankenhäuser, hat einen sehr hohen und kritischen Energiebedarf für den 24/7-Betrieb von Medizintechnik, Lüftung und Klimatisierung. Energieeffizienz und Versorgungssicherheit sind hier gleichermaßen entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg und die Patientensicherheit.
Gewerbe
Der Sektor Gewerbe, Handel und Dienstleistungen (GHD) ist durch eine große Vielfalt an Unternehmen mit unterschiedlichen Energiebedarfsprofilen gekennzeichnet. Individuelle Energiekonzepte sind hier der Schlüssel zu mehr Effizienz und Kosteneinsparungen.
Gewerbeimmobilien
Gewerbeimmobilien sind Gebäude, die für geschäftliche Zwecke genutzt werden, wie Büros, Lagerhallen oder Produktionsstätten. Die energetische Qualität wird zunehmend zu einem entscheidenden Faktor für den Wert und die Vermietbarkeit dieser Immobilien.
Grundlast
Die Grundlast ist die minimale, kontinuierliche Leistungsaufnahme eines Unternehmens über einen bestimmten Zeitraum. Die Deckung der Grundlast durch effiziente Anlagen oder eigene Erzeugung (z.B. BHKW, PV) ist oft besonders wirtschaftlich.
Hausverwaltung
Hausverwaltungen sind für den Betrieb und die Instandhaltung von Immobilien verantwortlich. Das Energiemanagement und die Umsetzung von Effizienzmaßnahmen werden zu einer immer wichtigeren Aufgabe, um die Nebenkosten für die Mieter zu senken und den Wert der Immobilie zu steigern.
Heizungstechnik
Die Heizungstechnik umfasst alle Anlagen zur Erzeugung und Verteilung von Wärme in einem Gebäude. Moderne Heizungssysteme, wie z.B. Wärmepumpen oder Brennwertkessel, sind deutlich effizienter als veraltete Anlagen und sparen erhebliche Energiekosten.
Hochlastzeitfenster
Das Hochlastzeitfenster ist der Zeitraum, in dem der Stromverbrauch im Netz am höchsten ist und die Netzentgelte entsprechend teuer sind. Für Unternehmen ist die Kenntnis dieser Zeitfenster entscheidend, um durch gezielte Lastverschiebung die Netzkosten signifikant zu senken.
ISO 14001
Die ISO 14001 ist die weltweit anerkannte Norm für Umweltmanagementsysteme (UMS). Sie bietet Unternehmen einen Rahmen, um ihre Umweltleistung systematisch zu verbessern, rechtliche Risiken zu minimieren und die Anforderungen von Kunden und Stakeholdern an eine nachhaltige Unternehmensführung zu erfüllen.
ISO 50001
Die ISO 50001 ist die internationale Norm für Energiemanagementsysteme (EnMS). Für Geschäftsführer ist die Zertifizierung ein strategisches Instrument zur kontinuierlichen Senkung der Energiekosten, zur Erfüllung der EnEfG-Pflichten und zur Sicherung von Steuervorteilen wie dem Spitzenausgleich.
ISO 9001
Die ISO 9001 ist die internationale Norm für Qualitätsmanagementsysteme. Obwohl sie nicht direkt auf Energie fokussiert ist, unterstützt sie die Einführung von strukturierten Prozessen, die auch dem Energiemanagement zugutekommen können.
Immobilienverwaltung
Die Immobilienverwaltung ist für den Betrieb und die Instandhaltung von Immobilien verantwortlich. Das Energiemanagement und die Umsetzung von Effizienzmaßnahmen werden zu einer immer wichtigeren Aufgabe, um die Nebenkosten für die Mieter zu senken und den Wert der Immobilie zu steigern.
Individuelle Netzentgelte
Individuelle Netzentgelte sind eine Sonderform der Netzentgelte, die stromintensive Unternehmen unter bestimmten Voraussetzungen beantragen können. Sie führen zu einer erheblichen Entlastung bei den Stromnebenkosten.
Industrie
Die Industrie ist der Sektor mit dem höchsten Energieverbrauch in Deutschland. Die Steigerung der Energieeffizienz und die Dekarbonisierung der Produktion sind entscheidend für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit und die Erreichung der Klimaziele.
Investitionsplanung
Die Investitionsplanung ist der Prozess der systematischen Planung und Bewertung von zukünftigen Investitionen. Die Berücksichtigung von Energiekosten und Fördermöglichkeiten ist ein wichtiger Teil einer vorausschauenden Investitionsplanung.
Investitionszuschüsse
Investitionszuschüsse sind nicht rückzahlbare finanzielle Beihilfen vom Staat für bestimmte Investitionsprojekte. Sie reduzieren die Investitionskosten für Unternehmen und verbessern die Wirtschaftlichkeit von Energieeffizienzmaßnahmen.
KPI
Key Performance Indicators (KPIs) sind Kennzahlen, die den Erfolg von Maßnahmen messbar machen. Im Energiemanagement sind dies z.B. der Energieverbrauch pro Produktionseinheit oder die CO2-Emissionen pro Mitarbeiter, die dem Management als Entscheidungsgrundlage dienen.
KfW
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ist eine der führenden Förderbanken der Welt. Sie bietet Unternehmen zinsgünstige Kredite und Zuschüsse für Investitionen in Energieeffizienz, erneuerbare Energien und Umweltschutz.
Klimatisierung
Die Klimatisierung von Gebäuden und Prozessen ist oft sehr energieintensiv. Eine bedarfsgerechte Planung, der Einsatz effizienter Technologien und die Nutzung von passiven Kühlmethoden können den Energieverbrauch erheblich senken.
Kunststoffproduktion
Die Kunststoffproduktion ist ein energieintensiver Prozess, der sowohl Strom für die Maschinen als auch Prozesswärme und -kälte benötigt. Effizienzmaßnahmen in diesen Bereichen sind entscheidend für die Wirtschaftlichkeit der Produktion.
Kälte
Kälte wird in vielen Branchen für Kühlprozesse und Klimatisierung benötigt. Die Erzeugung von Kälte ist energetisch aufwendig, weshalb die Optimierung von Kälteanlagen und die Nutzung von Abwärme zur Kälteerzeugung (Absorptionskältemaschinen) große Potenziale bieten.
Kältetechnik
Die Kältetechnik umfasst alle Technologien zur Erzeugung und Nutzung von Kälte. Moderne Kältetechnologien, die natürliche Kältemittel verwenden und hocheffizient arbeiten, sind ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz und zur Kostensenkung.
Kühl- und Lüftungstechnik
Die Kühl- und Lüftungstechnik ist in vielen Gebäuden und Produktionsprozessen für einen erheblichen Teil des Energieverbrauchs verantwortlich. Eine integrierte Planung und Steuerung dieser beiden Bereiche kann zu erheblichen Effizienzgewinnen führen.
Kühlhäuser
Kühlhäuser sind extrem energieintensive Gebäude, bei denen die Dämmung der Gebäudehülle und die Effizienz der Kälteanlage die entscheidenden Faktoren für die Betriebskosten sind. Schon kleine Optimierungen können hier große finanzielle Auswirkungen haben.
Kündigungsfristen
Die Kündigungsfristen in Energielieferverträgen sind oft lang und müssen genau beachtet werden, um den Zeitpunkt für einen Lieferantenwechsel nicht zu verpassen. Ein professionelles Vertragsmanagement ist hier unerlässlich.
LED-Beleuchtung
Die LED-Beleuchtung ist eine hocheffiziente Technologie, die im Vergleich zu herkömmlichen Leuchtmitteln bis zu 80% Strom einsparen kann. Die Umrüstung auf LED ist für die meisten Unternehmen eine der wirtschaftlichsten Energieeffizienzmaßnahmen.
Ladeinfrastruktur
Die Ladeinfrastruktur umfasst alle Einrichtungen zum Aufladen von Elektrofahrzeugen. Für Unternehmen wird der Aufbau von Ladeinfrastruktur für Mitarbeiter- und Kundenfahrzeuge sowie für den eigenen Fuhrpark zu einem wichtigen Standortfaktor und Teil der Nachhaltigkeitsstrategie.
Lagerhallen
Lagerhallen haben oft einen hohen Energiebedarf für Heizung und Beleuchtung. Eine gute Dämmung, der Einsatz von Dunkelstrahlern oder Wärmepumpen und eine effiziente LED-Beleuchtung können die Energiekosten erheblich reduzieren.
Landesprogramme
Zusätzlich zu den Bundesprogrammen gibt es in jedem Bundesland eigene Förderprogramme für Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Die Kombination von Bundes- und Landesförderung kann die Förderquote für ein Projekt oft deutlich erhöhen.
Lastgang
Der Lastgang ist die grafische Darstellung des Stromverbrauchs eines Unternehmens über die Zeit. Die Analyse des Lastgangs ist entscheidend, um Lastspitzen zu identifizieren, den Energieeinkauf zu optimieren und Potenziale für Lastmanagement aufzudecken.
Lastganganalyse
Die Lastganganalyse ist die detaillierte Untersuchung des Lastgangs, um Muster, Auffälligkeiten und Einsparpotenziale zu erkennen. Sie ist ein zentrales Werkzeug für die Energieberatung und das Energiemanagement.
Lastmanagement
Das Lastmanagement, auch Lastverschiebung genannt, bezeichnet die gezielte Steuerung von Stromverbräuchen, um teure Lastspitzen zu vermeiden und den Strombezug in günstigere Zeitfenster zu verlagern. Dies kann die Netzentgelte und die Strombeschaffungskosten erheblich senken.
Lastprofil
Das Lastprofil ist das typische Verbrauchsmuster eines Unternehmens. Die Kenntnis des eigenen Lastprofils ist die Voraussetzung für einen strategischen Energieeinkauf und für die Teilnahme an flexiblen Marktmodellen.
Lastspitzen
Lastspitzen sind kurzzeitige, hohe Leistungsaufnahmen, die den Leistungspreis und die Netzentgelte in die Höhe treiben können. Die Vermeidung oder Kappung von Lastspitzen (Peak Shaving) ist ein wichtiges Ziel des Energiemanagements.
Lastverschiebung
Die Lastverschiebung, auch Lastmanagement genannt, bezeichnet die gezielte Steuerung von Stromverbräuchen, um teure Lastspitzen zu vermeiden und den Strombezug in günstigere Zeitfenster zu verlagern. Dies kann die Netzentgelte und die Strombeschaffungskosten erheblich senken.
Lebensmittelindustrie
Branche der Nahrungsmittelverarbeitung mit hohem Energiebedarf für Kühlung, Erhitzung und Reinigung. Energiekosten machen oft 5-10% der Produktionskosten aus.
Lebensmittelproduktion
Die Lebensmittelproduktion ist durch hohe Anforderungen an Hygiene und durch energieintensive Prozesse wie Kühlen, Heizen und Trocknen gekennzeichnet. Energieeffizienz ist hier nicht nur ein Kostenfaktor, sondern auch ein wichtiger Aspekt der Qualitätssicherung.
Leistungspreis
Der Leistungspreis ist der Teil des Strompreises, der für die bereitgestellte maximale Leistung (in kW) bezahlt wird. Er wird auf Basis der höchsten im Abrechnungszeitraum aufgetretenen Lastspitze berechnet und kann durch Lastmanagement reduziert werden.
Lieferstellen
Eine Lieferstelle ist der Ort, an dem Energie (Strom oder Gas) aus dem Netz entnommen wird. Jede Lieferstelle hat einen eindeutigen Zählpunkt und einen eigenen Energieliefervertrag.
Lieferstellenbündelung
Die Lieferstellenbündelung fasst mehrere Lieferstellen eines Unternehmens zu einem einzigen Vertrag zusammen. Dies vereinfacht die Verwaltung, verbessert die Verhandlungsposition gegenüber den Lieferanten und ermöglicht oft günstigere Konditionen.
Liquiditätsplanung
Die Liquiditätsplanung ist die vorausschauende Planung der Ein- und Auszahlungen eines Unternehmens. Investitionen in Energieeffizienz müssen in der Liquiditätsplanung berücksichtigt werden, wobei auch die zukünftigen Einsparungen und Fördermittel einzubeziehen sind.
Logistik
Die Logistikbranche hat einen hohen Energieverbrauch in Lagerhallen (Heizung, Beleuchtung) und im Transport (Fuhrpark). Effizienzprogramme, die beide Bereiche adressieren, sind entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit.
Lüftungstechnik
Die Lüftungstechnik sorgt für den notwendigen Luftaustausch in Gebäuden. Moderne Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung können den Energieverlust durch Lüftung minimieren und so erhebliche Heizkosten einsparen.
Marktausschreibungen
Marktausschreibungen sind ein Instrument im Energieeinkauf, um Angebote von verschiedenen Lieferanten einzuholen und den günstigsten Anbieter zu finden. Eine professionell durchgeführte Ausschreibung kann zu erheblichen Einsparungen führen.
Maschinen
Die Maschinen in der Produktion sind oft die größten Energieverbraucher im Unternehmen. Die Anschaffung energieeffizienter Maschinen (oft gefördert) und die Optimierung der Maschinennutzung sind zentrale Hebel zur Kostensenkung.
Maßnahmenkatalog
Ein Maßnahmenkatalog ist das Ergebnis eines Energieaudits oder einer Energieberatung. Er listet alle identifizierten Einsparmaßnahmen auf, bewertet ihre Wirtschaftlichkeit und gibt Empfehlungen für die Umsetzung.
Maßnahmenplan
Ein Maßnahmenplan ist ein konkreter Fahrplan für die Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen. Er legt Verantwortlichkeiten, Zeitpläne und Budgets fest und ist ein wichtiges Instrument für das Controlling.
Metallverarbeitung
Die Metallverarbeitung ist eine energieintensive Branche mit hohem Strombedarf für Maschinen und Prozesswärme für Schmelz- und Wärmebehandlungsprozesse. Energieeffizienz ist hier ein entscheidender Wettbewerbsfaktor.
Mieter
Mieter von Gewerbeimmobilien zahlen die Energiekosten über die Nebenkosten. Energieeffiziente Gebäude führen zu niedrigeren Nebenkosten und sind daher für Mieter attraktiver.
Monitoring
Das Energie-Monitoring bezeichnet die kontinuierliche Erfassung und Auswertung von Energieverbrauchsdaten in Echtzeit. Es ist die technologische Grundlage für ein effektives Energiemanagement, um Ineffizienzen schnell aufzudecken und den Erfolg von Maßnahmen zu überprüfen.
Netzbetreiber
Der Netzbetreiber ist für den Bau, den Betrieb und die Instandhaltung des Strom- oder Gasnetzes verantwortlich. Er ist vom Energielieferanten zu unterscheiden und erhebt die Netzentgelte.
Netzentgelte
Die Netzentgelte sind die Gebühren für die Nutzung des Strom- oder Gasnetzes. Sie machen einen erheblichen Teil der Energiekosten aus und können durch Maßnahmen wie die atypische Netznutzung oder Lastmanagement beeinflusst werden.
Netzentgeltoptimierung
Die Netzentgeltoptimierung umfasst alle Strategien zur Senkung der Netzentgelte, wie z.B. die Vermeidung von Lastspitzen oder die Verlagerung des Verbrauchs in günstigere Zeitfenster. Dies erfordert eine genaue Analyse des Lastgangs und oft auch technische Anpassungen.
Nichtwohngebäude
Nichtwohngebäude sind Gebäude, die nicht zum Wohnen genutzt werden, wie z.B. Bürogebäude, Produktionshallen oder Krankenhäuser. Für diese Gebäude gibt es spezifische energetische Anforderungen (GEG) und Förderprogramme (BEG).
No-Save-No-Fee
Das 'No-Save-No-Fee'-Prinzip ist ein Vergütungsmodell in der Energieberatung, bei dem der Berater nur im Erfolgsfall, also bei tatsächlich realisierten Einsparungen, eine Vergütung erhält. Dies minimiert das Risiko für das beauftragende Unternehmen.
PPA
Ein Power Purchase Agreement (PPA) ist ein langfristiger Stromliefervertrag direkt zwischen einem Stromerzeuger (z.B. Solarpark) und einem Unternehmen. PPAs bieten Unternehmen die Möglichkeit, sich langfristig grüne Energie zu stabilen Preisen zu sichern und ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.
Papierindustrie
Die Papierindustrie ist extrem energieintensiv und benötigt große Mengen an Strom und Prozesswärme. Effizienzmaßnahmen und der Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplung sind hier entscheidend für die Wirtschaftlichkeit.
Portfolio
Im Energieeinkauf bezeichnet ein Portfolio die Zusammenfassung mehrerer Lieferstellen zu einer Beschaffungseinheit. Dies ermöglicht eine flexiblere und oft günstigere Beschaffungsstrategie.
Preisgarantie
Eine Preisgarantie in einem Energieliefervertrag sichert einen festen Preis für einen bestimmten Zeitraum zu. Dies schützt vor Preiserhöhungen und gibt Planungssicherheit, kann aber bei fallenden Marktpreisen auch nachteilig sein.
Preisgleitklauseln
Preisgleitklauseln in Energielieferverträgen ermöglichen die Anpassung des Energiepreises an die Entwicklung von Marktindizes (z.B. Ölpreis, Börsenstrompreis). Sie bieten Flexibilität, bergen aber auch das Risiko steigender Preise, was eine genaue Prüfung der Klauseln für CFOs unerlässlich macht.
Produktion
Die Produktion ist in den meisten Industrieunternehmen der Bereich mit dem höchsten Energieverbrauch. Die Optimierung von Produktionsprozessen, der Einsatz effizienter Maschinen und die Nutzung von Abwärme sind die wichtigsten Hebel zur Steigerung der Energieeffizienz.
Produktionsprozess
Ein Produktionsprozess ist die Abfolge von Schritten zur Herstellung eines Produkts. Die energetische Analyse und Optimierung des gesamten Prozesses ist oft effektiver als die Betrachtung einzelner Anlagen.
Prozesse
Die Prozesse in einem Unternehmen umfassen alle Abläufe, die zur Wertschöpfung beitragen. Die Analyse und Optimierung dieser Prozesse im Hinblick auf den Energieverbrauch ist ein zentraler Bestandteil des Energiemanagements.
Rahmenvertrag
Ein Rahmenvertrag im Energieeinkauf legt die allgemeinen Konditionen für die Belieferung mehrerer Lieferstellen fest. Die konkreten Mengen und Preise werden dann in Einzelverträgen oder über ein flexibles Beschaffungsmodell (Portfolio) geregelt.
Re-Zertifizierung
Die Re-Zertifizierung ist die regelmäßige Überprüfung eines Managementsystems (z.B. ISO 50001, ISO 14001) durch eine externe, akkreditierte Stelle. Sie stellt sicher, dass das System weiterhin den Anforderungen der Norm entspricht und wirksam ist.
Rechenzentren
Rechenzentren gehören zu den energieintensivsten Infrastrukturen der modernen Wirtschaft, wobei der größte Teil der Energie für die Kühlung der Server benötigt wird. Die Optimierung der Kühlkonzepte und die Nutzung von Abwärme sind für Betreiber entscheidend, um die Betriebskosten zu senken und die Nachhaltigkeit zu verbessern.
Reporting
Das Reporting im Energiemanagement umfasst die regelmäßige Berichterstattung über Energieverbräuche, Kennzahlen und den Fortschritt bei der Zielerreichung. Es ist ein wichtiges Instrument für das Management, um die Energieperformance zu überwachen und zu steuern.
Roadmap
Eine Roadmap ist ein strategischer Plan, der die Schritte zur Erreichung eines langfristigen Ziels aufzeigt. Eine Dekarbonisierungs-Roadmap beschreibt den Weg eines Unternehmens zur Klimaneutralität.
Sanierung
Die Sanierung eines Gebäudes umfasst die Modernisierung und Instandsetzung der Bausubstanz und der technischen Anlagen. Eine energetische Sanierung zielt darauf ab, die Energieeffizienz des Gebäudes zu verbessern und die Betriebskosten zu senken.
Sanierungsfahrpläne
Ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) ist ein Instrument für die schrittweise energetische Sanierung von Gebäuden. Er zeigt auf, welche Maßnahmen in welcher Reihenfolge sinnvoll sind und wird staatlich gefördert.
Schichtbetrieb
Unternehmen im Schichtbetrieb haben oft ein gleichmäßigeres Lastprofil als Unternehmen im reinen Tagesbetrieb. Dies kann Vorteile beim Energieeinkauf und bei den Netzentgelten mit sich bringen.
Science Based Targets
Science Based Targets (SBTs) sind unternehmerische Klimaziele, die im Einklang mit den Zielen des Pariser Klimaabkommens stehen. Für zukunftsorientierte Unternehmen ist die Festlegung von SBTs ein klares Bekenntnis zum Klimaschutz, das von Investoren und Kunden zunehmend gefordert wird.
Scope 1-3
Die Scope-1-, -2- und -3-Emissionen kategorisieren die Treibhausgasemissionen eines Unternehmens nach ihrer Herkunft (direkte Emissionen, zugekaufte Energie, Lieferkette). Für eine glaubwürdige Klimastrategie müssen Unternehmen alle drei Scopes erfassen, um ihre gesamte Klimawirkung zu verstehen und gezielt zu reduzieren.
Speicher
Energiespeicher, insbesondere Batteriespeicher, werden für Unternehmen immer wichtiger, um selbst erzeugten Strom (z.B. aus PV-Anlagen) zwischenzuspeichern und bei Bedarf zu nutzen. Sie können Lastspitzen kappen, die Eigenverbrauchsquote erhöhen und zur Netzstabilität beitragen.
Spitzenlastkappung
Die Spitzenlastkappung (Peak Shaving) ist eine Strategie zur Vermeidung von teuren Lastspitzen im Strombezug. Dies kann durch das gezielte Abschalten von Verbrauchern oder durch den Einsatz von Batteriespeichern erfolgen.
Steuerungstechnik
Die moderne Steuerungs- und Regelungstechnik ist das Gehirn der technischen Anlagen. Sie sorgt dafür, dass alle Komponenten optimal zusammenspielen und nur so viel Energie verbraucht wird, wie tatsächlich benötigt wird.
Strom
Strom ist für die meisten Unternehmen der wichtigste Energieträger. Die Beschaffung, die effiziente Nutzung und die Eigenerzeugung von Strom sind zentrale Themen des unternehmerischen Energiemanagements.
Stromsteuer-Rückerstattung
Unternehmen des produzierenden Gewerbes können unter bestimmten Voraussetzungen einen Teil der gezahlten Stromsteuer zurückerstattet bekommen (Spitzenausgleich). Voraussetzung ist oft die Einführung eines Energiemanagementsystems.
Tagessatz
Der Tagessatz ist ein übliches Honorarmodell für Beratungsdienstleistungen, bei dem der Berater pro Arbeitstag bezahlt wird. Bei der Auswahl eines Energieberaters sollte nicht nur der Tagessatz, sondern vor allem die Qualifikation und Erfahrung entscheidend sein.
Tarifmodelle
Tarifmodelle im Energieeinkauf beschreiben die unterschiedlichen Preisstrukturen, die von Lieferanten angeboten werden (z.B. Festpreis, Tranchenmodell, Spotmarkt-basierte Tarife). Die Wahl des richtigen Tarifmodells, das zum eigenen Lastprofil passt, ist entscheidend für die Optimierung der Energiekosten.
Transformationskonzepte
Transformationskonzepte sind umfassende strategische Pläne für die Dekarbonisierung von Unternehmen. Sie werden staatlich gefördert und zeigen den Weg zu einer klimaneutralen Produktion auf.
Vertragsbetreuung
Die Vertragsbetreuung im Energiebereich umfasst die Überwachung von Vertragslaufzeiten, Kündigungsfristen und Preisanpassungsklauseln. Eine professionelle Vertragsbetreuung stellt sicher, dass keine Fristen verpasst und Optimierungspotenziale genutzt werden.
Vertragslaufzeit
Die Vertragslaufzeit ist der Zeitraum, für den ein Energieliefervertrag abgeschlossen wird. Längere Laufzeiten bieten oft mehr Preissicherheit, während kürzere Laufzeiten mehr Flexibilität ermöglichen.
Vertragsoptimierung
Die Vertragsoptimierung zielt darauf ab, die Konditionen von Energielieferverträgen zu verbessern. Dies kann durch Neuverhandlungen, Ausschreibungen oder die Wahl eines anderen Vertragsmodells geschehen.
Verwaltungsaufwand
Der Verwaltungsaufwand für das Energiemanagement kann erheblich sein. Die Bündelung von Lieferstellen, der Einsatz von Software und die Auslagerung von Aufgaben an externe Dienstleister können helfen, den Aufwand zu reduzieren.
Verwendungsnachweis
Der Verwendungsnachweis ist ein Dokument, mit dem gegenüber dem Fördermittelgeber nachgewiesen wird, dass die erhaltenen Gelder zweckgemäß verwendet wurden. Er ist eine zwingende Voraussetzung für den endgültigen Erhalt der Förderung.
Wirtschaftlichkeitsberechnung
Die Wirtschaftlichkeitsberechnung ist eine Analyse, die den finanziellen Nutzen einer Investition bewertet. Bei Energieeffizienzmaßnahmen werden die Investitionskosten den zukünftigen Energieeinsparungen gegenübergestellt.
Wirtschaftlichkeitsrechnung
Die Wirtschaftlichkeitsrechnung ist eine Analyse, die den finanziellen Nutzen einer Investition bewertet. Bei Energieeffizienzmaßnahmen werden die Investitionskosten den zukünftigen Energieeinsparungen gegenübergestellt.
Wärme
Wärme wird in Unternehmen für die Raumheizung und für vielfältige Produktionsprozesse (Prozesswärme) benötigt. Die effiziente Erzeugung, Verteilung und Nutzung von Wärme ist ein entscheidender Hebel zur Senkung der Energiekosten und der CO2-Emissionen.
Wärmerückgewinnung
Die Wärmerückgewinnung ist ein Verfahren, bei dem die in Abluft oder Abwasser enthaltene Wärme genutzt wird, um andere Medien vorzuwärmen. Dies ist eine sehr effektive Methode zur Steigerung der Energieeffizienz.
Zertifizierung
Die Zertifizierung ist die formelle Bestätigung durch eine unabhängige Stelle, dass ein Managementsystem (z.B. ISO 50001) oder ein Produkt bestimmte Anforderungen erfüllt. Ein Zertifikat kann das Image verbessern und ist oft Voraussetzung für gesetzliche Vorteile.
Zuschüsse
Zuschüsse sind nicht rückzahlbare finanzielle Beihilfen vom Staat für bestimmte Projekte. Für Unternehmen sind sie ein wichtiger Anreiz, in Energieeffizienz und erneuerbare Energien zu investieren, da sie die Amortisationszeit verkürzen.
Zählpunkte
Ein Zählpunkt ist die eindeutige Kennzeichnung einer Lieferstelle im Strom- oder Gasnetz. An jedem Zählpunkt wird der Energieverbrauch durch einen Zähler erfasst.
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