Zum Inhalt springen

Fachbeitrag

Ölheizung im Gewerbe weiterbetreiben oder tauschen: die Rechnung 2026

Ja, Sie dürfen Ihre Ölheizung im Gewerbe weiterbetreiben. Die Austauschpflicht ist seit dem 29.07.2026 weggefallen, doch der CO2-Preis steckt 2026 mit bis zu 17,4 Cent netto in jedem Liter Heizöl. Ob Weiterbetrieb oder Tausch günstiger ist, zeigt eine Rechnung über 15 bis 20 Jahre.

Autor: Robert Wilhelm Binder

Ölheizung im Gewerbe weiterbetreiben oder tauschen: die Rechnung 2026
Inhalt 11
  1. Das Wichtigste in Kürze
  2. Darf man eine Ölheizung im Gewerbe weiterbetreiben?
  3. Was kostet der CO2-Preis für Heizöl 2026 und 2027?
  4. Wer zahlt den CO2-Preis bei vermieteten Gewerbeflächen?
  5. Was ist die Bio-Treppe bei einer neuen Öl- oder Gasheizung?
  6. Ölheizung tauschen oder behalten: welche Kosten gehören in die Rechnung?
  7. Welche Heizsysteme kommen in Hallen und Gewerbegebäuden in Frage?
  8. Welche Förderung gibt es für den Heizungstausch im Betrieb?
  9. Wie hilft eine geförderte Energieberatung bei der Entscheidung?
  10. In 5 Schritten zur Entscheidung
  11. Häufige Fragen

Dieser Artikel richtet sich an Unternehmen mit eigener Ölheizung in Halle, Werkstatt, Büro oder Gewerbeimmobilie. Er hilft Inhabern, Geschäftsführern und Vermietern von Gewerbeflächen zu entscheiden, ob sie die Heizung weiterbetreiben oder modernisieren. Ein Nichtwohngebäude ist ein Gebäude, das nicht überwiegend zum Wohnen dient.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Pflicht, alte Öl- und Gaskessel auszutauschen, ist mit dem Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) weggefallen (§ 72 GModG).

  • Der CO2-Preis liegt 2026 bei 55 bis 65 € je Tonne. Die erste Versteigerung am 01.07.2026 endete bei 65 €.

  • Für 2027 plant die Bundesregierung dieselbe Spanne. Das Gesetz ist noch nicht beschlossen.

  • Ab 2028 soll der EU-Emissionshandel ETS 2 gelten. Dort bildet der Markt den Preis.

  • Neue Öl- und Gasheizungen müssen ab 2029 einen steigenden Anteil Bioöl, Biomethan oder Wasserstoff nutzen: 10, 15, 30 und 60 %.

  • Die Förderung für Energieberatung in Nichtwohngebäuden (EBN) durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) endet am 31.12.2026.

Darf man eine Ölheizung im Gewerbe weiterbetreiben?

Ja. Seit dem 29.07.2026 gibt es keine Pflicht mehr, alte Heizkessel auszutauschen. Das Gebäudeenergiegesetz heißt seitdem Gebäudemodernisierungsgesetz, kurz GModG. Der frühere § 72 mit der Austauschpflicht ist weggefallen. Auch die 65-Prozent-Regel für neue Heizungen (65 % erneuerbare Energie, § 71) gibt es nicht mehr.

Ihre Anlage muss aber weiter die Grenzwerte der 1. BImSchV einhalten. Das ist die Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen. Der Schornsteinfeger misst dafür den Abgasverlust. Das ist die Wärme, die ungenutzt durch den Schornstein geht.

Leistung des Kessels (Nennwärmeleistung)höchstzulässiger Abgasverlust (§ 10 1. BImSchV)
4 bis 25 kW 11 %
über 25 bis 50 kW 10 %
über 50 kW 9 %

Hält ein Kessel diese Werte nicht ein, müssen Sie den Mangel beheben und erneut messen lassen. Das kann eine Reparatur oder ein neuer Kessel sein. Schafft die Bauart eines Standardheizkessels mit CE-Kennzeichen den Wert nicht, gilt für ihn 1 Prozentpunkt mehr. Was das GModG sonst für Unternehmen ändert, lesen Sie im Artikel GModG statt GEG: was sich für Unternehmen ändert.

Was kostet der CO2-Preis für Heizöl 2026 und 2027?

2026 kostet der CO2-Preis bis zu 17,4 Cent je Liter Heizöl. Der Preis entsteht im nationalen Emissionshandel. Den regelt das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG). Das Unternehmen, das das Heizöl in Verkehr bringt, muss dafür Zertifikate kaufen. Das sind Rechte, CO2 auszustoßen. Die Kosten sind Teil Ihres Heizölpreises.

Seit 2026 werden die Zertifikate versteigert. Der Preis darf zwischen 55 € und 65 € je Tonne CO2 liegen (§ 10 Abs. 2 BEHG). Die erste Versteigerung am 01.07.2026 endete bei 65 €. 2025 galt noch ein Festpreis von 55 €.

Für 2027 hat die Bundesregierung einen Gesetzentwurf vorgelegt (Drucksache 21/7869). Danach soll die Spanne von 55 bis 65 € ein weiteres Jahr gelten. Der Bundestag hat den Entwurf am 24.09.2026 zum ersten Mal beraten (erste Lesung). Beschlossen ist er noch nicht (Stand 09.10.2026).

Ab 2028 soll der europäische Emissionshandel für Gebäude und Verkehr starten, der ETS 2. Er ersetzt das nationale System. Den Preis bildet dann der Markt in der EU. Mit welchem Preis Sie ab 2028 rechnen müssen, steht heute nicht fest.

So rechnen Sie die CO2-Kosten aus

Ein Liter Heizöl EL (extra leicht) verursacht nach den amtlichen Standardwerten rund 2,68 kg CO2. Der Wert folgt aus Anlage 2 Teil 4 der Emissionsberichterstattungsverordnung 2030 (EBeV 2030). Dort stehen Dichte, Heizwert und Emissionsfaktor für Heizöl. Rechnen Sie so: Liter mal 2,68 kg ergibt die Menge CO2 in Kilogramm. Geteilt durch 1.000 sind das Tonnen. Tonnen mal Preis je Tonne ergibt die Kosten. Die Tabelle rechnet mit dem genaueren Wert von 2,6763 kg je Liter.

Jahresverbrauch HeizölCO2 im JahrCO2-Kosten bei 55 €/tCO2-Kosten bei 65 €/t
10.000 Liter 26,8 t 1.472 € 1.740 €
30.000 Liter 80,3 t 4.416 € 5.219 €
60.000 Liter 160,6 t 8.832 € 10.438 €

Die Beträge sind netto, also ohne Umsatzsteuer. Sie zeigen nur den CO2-Anteil im Heizölpreis. Energiesteuer, Produktpreis und Lieferung kommen hinzu. Rechnen Sie für die Zeit ab 2028 mit mehreren Preisannahmen, zum Beispiel 65 €, 100 € und 150 € je Tonne. So sehen Sie, wie stark Ihr Ergebnis vom CO2-Preis abhängt.

Wer zahlt den CO2-Preis bei vermieteten Gewerbeflächen?

Bei vermieteten Gewerbeflächen trägt der Vermieter mindestens die Hälfte der CO2-Kosten. Das regelt § 8 CO2-Kostenaufteilungsgesetz für Nichtwohngebäude. Vereinbarungen, nach denen der Mieter mehr als 50 % trägt, sind unwirksam.

  • Heizt der Vermieter das Gebäude, zieht er seinen Anteil von 50 % in der Heizkostenabrechnung ab.
  • Betreibt der Mieter die Ölheizung selbst, erstattet ihm der Vermieter 50 % der CO2-Kosten.
  • Weist der Vermieter den CO2-Anteil nicht aus, darf der Mieter seinen Heizkostenanteil um 3 % kürzen (§ 7 Abs. 4 CO2KostAufG).

Für Eigentümer bedeutet das: Auch wenn der Mieter heizt, zahlen Sie die Hälfte des CO2-Preises. Das Gesetz kündigt ein Stufenmodell für Nichtwohngebäude an. Umgesetzt ist es nicht (Stand 09.10.2026).

Was ist die Bio-Treppe bei einer neuen Öl- oder Gasheizung?

Die Bio-Treppe ist eine Pflicht für neue Öl- und Gasheizungen in bestehenden Gebäuden. Sie gilt für Anlagen, die nach dem 29.07.2026 eingebaut werden. Ein steigender Teil der Wärme muss dann aus erneuerbaren Brennstoffen stammen, also aus Bioöl, Biomethan, biogenem Flüssiggas oder Wasserstoff (§ 43 GModG).

abMindestanteil erneuerbarer BrennstoffBeispiel: Betrieb mit 30.000 Litern im Jahr
01.01.2029 10 % rund 3.000 Liter Bioöl
01.01.2030 15 % rund 4.500 Liter Bioöl
01.01.2035 30 % rund 9.000 Liter Bioöl
01.01.2040 60 % rund 18.000 Liter Bioöl

Die Beispielspalte ist vereinfacht. Das Gesetz misst den Anteil an der bereitgestellten Wärme, nicht in Litern. Eine Ölheizung, die 2028 eingebaut wird und 20 Jahre läuft, durchläuft alle vier Stufen bis 60 % ab 2040.

Fragen Sie bei Ihrem Händler den Preis für Bioöl an und setzen Sie ihn in den Vergleich ein. Liegt er über dem Preis für fossiles Heizöl, steigen Ihre Kosten mit jeder Stufe.

Drei Regeln aus § 43 GModG sind für Betriebe wichtig:

  • Eine Hybridheizung erfüllt die Pflicht. Sie verbindet eine Wärmepumpe mit einem Öl- oder Gaskessel. Die Wärmepumpe muss dafür mindestens 30 % der Leistung des Öl- oder Gaskessels erreichen, gemessen nach DIN EN 14825. Wechseln sich Wärmepumpe und Kessel ab, statt gemeinsam zu laufen, sind es 40 %.
  • Betreibt der Mieter die Heizung, muss er die Pflicht erfüllen, nicht der Eigentümer.
  • Fällt Ihr Kessel 2028 aus und lässt sich nicht reparieren, gilt die Pflicht erst 12 Monate nach dem Einbau der neuen Anlage.

Ölheizung tauschen oder behalten: welche Kosten gehören in die Rechnung?

In die Rechnung gehören alle Kosten über 15 bis 20 Jahre. Der Angebotspreis ist nur ein Teil davon. Wir nennen das Vollkostenrechnung. Sie vergleicht den Weiterbetrieb mit jeder Alternative über denselben Zeitraum.

PostenWeiterbetrieb Altanlageneue Öl- oder GasheizungWärmepumpe oder Hybridheizung
Investition keine, aber Reparaturen Kessel, Abgasanlage, Einbau Wärmepumpe, Einbau, eventuell neue Heizflächen
Brennstoff oder Strom Heizöl nach Verbrauch Heizöl oder Gas plus Bio-Anteil ab 2029 Strom, bei Hybrid zusätzlich Öl oder Gas
CO2-Preis auf das gesamte Heizöl auf den fossilen Anteil kein CO2-Preis auf Strom nach dem BEHG
Wartung und Messung Wartung, Schornsteinfeger Wartung, Schornsteinfeger Wartung, bei Hybrid beides
Förderung keine keine für den Öl- oder Gaskessel Zuschuss der Bundesförderung für Gebäude (BEG) für die Wärmepumpe
Risiko Ausfall in der Heizperiode, Ersatzteile steigender Pflichtanteil Bio Planung und Heizflächen müssen passen

Pauschal gewinnt keine Variante. Zwei Fragen helfen bei der Wahl:

  • Wie hoch ist die Vorlauftemperatur, die Ihr Gebäude an kalten Tagen braucht? Das ist die Temperatur des Heizwassers, das in die Heizflächen fließt. Je niedriger sie ist, desto günstiger arbeitet eine Wärmepumpe.
  • Wie lange hält Ihr Kessel noch? Das Wartungsprotokoll und die Messwerte des Schornsteinfegers sagen dazu mehr als das Baujahr.

In schlecht gedämmten Gebäuden mit hoher Vorlauftemperatur kann ein anderer Weg passen. Sie betreiben den Kessel befristet weiter, dämmen zuerst und tauschen die Heizung danach. Wie schnell sich eine Investition bezahlt macht, rechnen Sie mit dem Amortisationsrechner für Effizienz-Investitionen.

Welche Heizsysteme kommen in Hallen und Gewerbegebäuden in Frage?

In Frage kommen Wärmepumpen, Hybridheizungen, Biomassekessel, Blockheizkraftwerke, Deckenstrahlplatten und der Anschluss an ein Wärmenetz. Welches System passt, hängt von Temperatur, Betriebszeiten und Platz ab.

  • Wärmepumpe: Sie nutzt Wärme aus Außenluft, Erdreich, Grundwasser oder Abwärme aus Ihren Prozessen. Mehrere Geräte lassen sich zu einer Kaskade verbinden. Dann laufen nur die Geräte, deren Wärme gerade gebraucht wird. Was eine große Anlage kostet, zeigt der Beitrag Großwärmepumpe: Kosten und Förderung.
  • Hybridheizung: Eine Wärmepumpe deckt den Grundbedarf an Wärme. Ein Öl- oder Gaskessel springt nur an sehr kalten Tagen ein. Das erfüllt die Bio-Treppe, wenn die Leistungsgrenzen eingehalten sind.
  • Holzpelletkessel: Er braucht ein Lager mit Lüftung und eine automatische Zuführung. Er passt zu Betrieben mit Platz für den Vorrat.
  • Blockheizkraftwerk (BHKW): Es erzeugt Strom und Wärme zugleich. Ob es sich rechnet, hängt von den Laufstunden im Jahr und vom Anteil der Wärme ab, den Sie wirklich nutzen.
  • Deckenstrahlplatten: Warmes Wasser fließt durch Platten an der Hallendecke. Sie geben die Wärme als Strahlung ab. Ob sie zu einer Wärmepumpe passen, hängt von der nötigen Vorlauftemperatur ab. Strahlungsheizungen in Hallen fördert die staatliche Förderbank KfW noch nicht (Stand 09.10.2026). Den Starttermin gibt sie auf ihrer Seite zum Zuschuss 522 bekannt.

Prüfen Sie beim Weiterbetrieb auch kleine Maßnahmen. Eine alte Heizungspumpe mit fester Drehzahl lässt sich gegen eine geregelte Pumpe tauschen. Ein hydraulischer Abgleich verteilt das Heizwasser so, dass jeder Raum die nötige Wärme bekommt. Beides kann Strom- und Brennstoffverbrauch senken, ohne den Kessel zu ersetzen.

Welche Förderung gibt es für den Heizungstausch im Betrieb?

Für eine Wärmepumpe in einem Nichtwohngebäude gibt es 2026 einen Zuschuss von 30 % der förderfähigen Kosten. Er gehört zur Bundesförderung für Gebäude (BEG). Unternehmen beantragen ihn bei der KfW (Zuschuss Nr. 522). Seit dem 21.07.2026 gilt eine neue Fassung der Förderrichtlinie.

Gefördert werden unter anderem Wärmepumpen, Biomasseanlagen, Solarthermie (Wärme von der Sonne) und der Anschluss an ein Wärmenetz. Öl- und Gaskessel stehen nicht auf der Liste der KfW.

FörderungStand Oktober 2026Änderung
Wärmepumpe, Grundförderung 30 % ab dem 1. Quartal 2027 nach Angaben der KfW 15 %, plus 15 Prozentpunkte Bonus, wenn die Wärmepumpe ihren Ursprung in der EU hat
Höchstgrenze der förderfähigen Kosten 28.000 € bis 150 m² beheizte Nettogrundfläche (Bodenfläche zwischen den Wänden), darüber zusätzliche Beträge je m² sinkt ab 01.02.2027 halbjährlich
Effizienzbonus und Emissionsminderungszuschlag (frühere Zusatzzuschüsse) entfallen seit 21.07.2026 keine
Dämmung von Dach, Wänden und Decken oder Fenstertausch (Gebäudehülle), Einzelmaßnahme 15 % keine bekannt

Die Reihenfolge ist fest vorgegeben:

  1. Sie beauftragen einen Energieeffizienz-Experten oder ein Fachunternehmen. Es bestätigt die Angaben für den Antrag.
  2. Sie schließen den Liefervertrag mit einer Bedingung. Er gilt nur, wenn die KfW die Förderung zusagt.
  3. Der Antrag muss gestellt sein, bevor die Arbeiten beginnen.
  4. Nach der Zusage haben Sie 36 Monate Zeit für die Umsetzung.

Ein Vertrag ohne diese Bedingung gilt als Beginn des Vorhabens. Dann gibt es keine Förderung. Plant Ihr Betrieb 2026 eine Wärmepumpe, die nicht aus der EU stammt, sollte er den Termin des Antrags prüfen. Ab dem 1. Quartal 2027 gibt es für sie nach Angaben der KfW nur noch 15 %. Details zu allen Bausteinen stehen im Artikel BEG-Förderung 2026 für Nichtwohngebäude.

Bei der Auswahl der Programme hilft unsere Fördermittelberatung für Unternehmen. Für Kunden im Energieeinkauf oder in der Netzentgeltoptimierung gehört die Förder-Orientierung ohne Aufpreis dazu. Planen Sie eine Wärmepumpe, holen wir Angebote mehrerer geprüfter Fachbetriebe ein, siehe Wärmepumpen für Gewerbe. Welche Förderung passt, prüfen wir dabei mit, für Sie kostenlos. Den Vertrag schließen Sie direkt mit dem Fachbetrieb. Wie wir vergütet werden, steht auf unserer Preisseite. Brauchen Sie für den Antrag einen Experten aus der Energieeffizienz-Expertenliste, vermitteln wir je nach Unternehmen und Standort einen passenden Partner.

Wie hilft eine geförderte Energie­beratung bei der Entscheidung?

Die geförderte Energieberatung nach Modul 2 (Beratung für das ganze Gebäude) erstellt ein Sanierungskonzept für Ihr Gebäude. Es zeigt, wie Sie das Gebäude Schritt für Schritt oder in einem Zug sanieren können. Klären Sie vorab, ob der Berater den Vergleich von Weiterbetrieb und Tausch der Heizung in das Konzept aufnimmt. Das BAFA fördert die Beratung mit 50 % des Honorars. Der Zuschuss hängt von der Nettogrundfläche ab. Er beträgt höchstens 850 € unter 200 m², 2.500 € von 200 bis 500 m² und 4.000 € über 500 m².

Die Förderrichtlinie endet am 31.12.2026. Der Antrag muss gestellt sein, bevor die Beratung beginnt. Einen Beratungsvertrag dürfen Sie vorher nur mit der Bedingung schließen, dass die Förderung bewilligt wird. Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Große Unternehmen (Nicht-KMU) sind es nur mit höchstens 500.000 kWh Gesamtenergieverbrauch im Jahr. Die Beratung für das Gebäude nach Modul 2 erhalten nur Eigentümer des Gebäudes, Mieter nicht.

Die geförderte Energieberatung nach BAFA-Richtlinie übernimmt ein von uns geprüfter Partner, der in der Energieeffizienz-Expertenliste eingetragen ist. So bleibt die Beratung anbieterneutral, wie es die Förderung verlangt. Den Vertrag schließen Sie direkt mit dem Partner. Wir koordinieren, und Sie haben einen festen Ansprechpartner. Unsere Koordination kostet Sie nichts. Mögliche Reisekosten stehen im Angebot des Partners. Mehr zum Ablauf lesen Sie unter Energieberatung für Unternehmen.

Wechseln Sie zur Wärmepumpe, steigt Ihr Stromverbrauch. Dann lohnt ein Blick auf Ihren Stromvertrag. Für den neuen Bedarf holen wir Angebote mehrerer Lieferanten ein, siehe Energieeinkauf und Vertragsoptimierung. Sie geben die Arbeit ab und sparen Zeit.

In 5 Schritten zur Entscheidung

  1. Heutige Kosten erfassen: Heizöl in Litern und Euro, CO2-Anteil, Wartung, Schornsteinfeger und Strom für Pumpe und Brenner der letzten 3 Jahre.
  2. Zustand prüfen: Messprotokoll des Schornsteinfegers, Wartungsberichte und Reparaturen der letzten Jahre zusammenstellen.
  3. Alternativen rechnen: Jede Variante über 15 bis 20 Jahre. Beim Ersatz durch Öl oder Gas gehört die Bio-Treppe dazu, bei der Wärmepumpe die Förderung.
  4. Förderung sichern: Vertrag nur mit Förderbedingung schließen, Antrag vor Beginn der Arbeiten stellen. Die EBN-Beratung vor dem 31.12.2026 beantragen.
  5. Entscheidung festhalten: Rechnung und Annahmen schriftlich ablegen, auch für Bank, Versicherer und Nachhaltigkeitsbericht.
Fristen und TermineWasQuelle
seit 29.07.2026 Austauschpflicht weggefallen, Bio-Treppe gilt für neu eingebaute Öl- und Gasheizungen GModG §§ 43, 72; BGBl. 2026 I Nr. 226, Art. 9
2026 CO2-Preis 55 bis 65 € je Tonne § 10 Abs. 2 BEHG
31.12.2026 Ende der Förderrichtlinie EBN Richtlinie EBN Nr. 8.1
2027 CO2-Preis 55 bis 65 € geplant, Gesetz nicht beschlossen Drucksache 21/7869
1. Quartal 2027 Wärmepumpe 15 % plus EU-Bonus von 15 Prozentpunkten KfW, Anpassungen BEG 2026; BEG EM Nr. 8.4.1, 8.4.6
01.02.2027 Höchstgrenze der förderfähigen Kosten sinkt erstmals KfW, Anpassungen BEG 2026
2028 Start des EU-Emissionshandels ETS 2 geplant Deutscher Bundestag
2029 bis 2040 Bio-Anteil 10, 15, 30 und 60 % § 43 Abs. 1 GModG

Häufige Fragen

Darf eine alte Ölheizung im Gewerbe weiterlaufen?

Ja. Die Austauschpflicht ist seit dem 29.07.2026 weggefallen. Der Kessel muss weiter die Abgasgrenzwerte der 1. BImSchV einhalten. Bei 30.000 Litern im Jahr zahlen Sie 2026 bis zu 5.219 € netto CO2-Kosten.

Wie viel CO2-Preis steckt 2026 in einem Liter Heizöl?

Bis zu 17,4 Cent netto je Liter. Das folgt aus rund 2,68 kg CO2 je Liter und dem Höchstpreis von 65 € je Tonne. Beim Mindestpreis von 55 € sind es 14,7 Cent.

Wie entwickelt sich der CO2-Preis nach 2026?

Für 2027 plant die Bundesregierung wieder 55 bis 65 € je Tonne. Das Gesetz ist noch nicht beschlossen. Ab 2028 soll der EU-Emissionshandel ETS 2 gelten, in dem der Markt den Preis bildet. Rechnen Sie deshalb mit mehreren Preisannahmen.

Kann ich die alte Ölheizung gegen eine neue Ölheizung tauschen?

Ja, das ist erlaubt. Ab 2029 muss die neue Anlage aber einen steigenden Anteil Bioöl oder einen anderen erneuerbaren Brennstoff nutzen, bis 60 % ab 2040. Ölkessel stehen nicht auf der Förderliste der KfW.

Gilt die Bio-Treppe auch für meine bestehende Ölheizung?

Nein. Die Pflicht nach § 43 GModG gilt nur für Öl- und Gasheizungen, die nach dem 29.07.2026 neu eingebaut werden. Für Ihren bestehenden Kessel gilt sie nicht.

Wer zahlt die CO2-Kosten, wenn ich meine Halle vermiete?

Sie als Vermieter tragen mindestens 50 %. Das gilt auch, wenn Ihr Mieter die Heizung selbst betreibt. Dann erstatten Sie ihm die Hälfte. Eine Vereinbarung, nach der der Mieter mehr trägt, ist unwirksam.

Erfüllt eine Hybridheizung die neuen Regeln?

Ja, wenn die Wärmepumpe groß genug ist. Sie muss mindestens 30 % der Leistung des Kessels erreichen. Wechseln sich Wärmepumpe und Kessel ab, sind es 40 %. Dann gilt die Bio-Treppe als erfüllt.

Quellen (Stand Oktober 2026) 17
  1. § 72 GModG (weggefallen), abgerufen am 09.10.2026
  2. § 43 GModG (Bio-Treppe, Hybridheizung, Betreiber, Übergang bei Ausfall), abgerufen am 09.10.2026
  3. § 71 GModG (weggefallen), abgerufen am 09.10.2026
  4. Bundesgesetzblatt 2026 I Nr. 226 vom 28.07.2026 (Gesetz zur Änderung des Gebäudeenergiegesetzes, Art. 1 Umbenennung in GModG, Art. 9 Abs. 1 Inkrafttreten am Tag nach der Verkündung), abgerufen am 09.10.2026
  5. § 10 BEHG (Festpreise, Preiskorridor 2026), abgerufen am 09.10.2026
  6. DEHSt, Erste Versteigerung im nationalen Emissionshandel (01.07.2026, 65 €), abgerufen am 09.10.2026
  7. Deutscher Bundestag, hib 692/2026 vom 08.09.2026 (Gesetzentwurf Drucksache 21/7869), abgerufen am 09.10.2026
  8. Deutscher Bundestag, Textarchiv KW 39/2026, erste Lesung 24.09.2026 und Anhörung 07.10.2026, ETS 2 ab 2028, abgerufen am 09.10.2026
  9. Bundesregierung, Entwurf eines Dritten Gesetzes zur Änderung des BEHG, Drucksache 21/7869, abgerufen am 09.10.2026
  10. EBeV 2030, Anlage 2 Teil 4 Nr. 3b (Heizöl EL: Dichte 0,845 t/1000 l, Heizwert 42,8 GJ/t, Emissionsfaktor 0,074 t CO2/GJ), abgerufen am 09.10.2026
  11. § 8 CO2KostAufG , und § 7 CO2KostAufG, https://www.gesetze-im-internet.de/co2kostaufg/__7.html , abgerufen am 09.10.2026
  12. § 10 1. BImSchV (Abgasverluste) , und § 15 Abs. 3, 5 (Messung, Mangel abstellen), https://www.gesetze-im-internet.de/bimschv_1_2010/__15.html , abgerufen am 09.10.2026
  13. KfW, Heizungsförderung für Unternehmen, Nichtwohngebäude (522): förderfähige Anlagen, 30 %, Höchstgrenze ab 28.000 €, Vertrag mit Bedingung, Antrag vor Beginn, 36 Monate, FAQ „Werden Strahlungsheizungssysteme gefördert?“ (noch nicht, Termin auf kfw.de/522), abgerufen am 09.10.2026
  14. KfW, Anpassungen in der BEG 2026, abgerufen am 09.10.2026
  15. Richtlinie BEG EM „Vom 17. August 2026“, BAnz AT 27.08.2026 B1, in Kraft mit Wirkung vom 21.07.2026, Nr. 8.4.1 und 8.4.6, abgerufen am 09.10.2026
  16. Richtlinie Bundesförderung Energieberatung für Nichtwohngebäude, Anlagen und Systeme (EBN), BAnz AT 23.12.2024 B2, Nr. 3.2, 4, 6.2.2, 7.2, 8.1, abgerufen am 09.10.2026
  17. BAFA, Modul 2 Energieberatung DIN V 18599 (nur Eigentümer des Gebäudes, Zuschuss 850/2.500/4.000 € nach Nettogrundfläche), abgerufen am 09.10.2026

Ihr nächster Schritt

So starten Sie

Senden Sie uns Baujahr und Leistung Ihres Kessels und Ihren Heizölverbrauch der letzten 3 Jahre.

  • Legen Sie das letzte Messprotokoll des Schornsteinfegers bei.
  • Im kostenlosen und unverbindlichen Erstgespräch klären wir mit Ihnen, welche Varianten für Ihr Gebäude in Frage kommen und welche Förderung passt.
  • Wir melden uns innerhalb von 24 Stunden.
  • Sie gehen keine Bindung ein und entscheiden selbst, ob Sie danach das Angebot unseres Partners für die geförderte Energieberatung annehmen.

Erstgespräch vereinbaren

Ihr Unternehmen im Blick. Mit diesen Angaben ordnen wir Ihre Anfrage richtig ein.

Was möchten Sie prüfen lassen? Verbrauch und Unterlagen sind optional. Eine Abrechnung hilft bei der Einschätzung.

Jahresverbrauch (kWh)

PDF, JPG, PNG, WebP, CSV oder Excel (XLSX/XLS) · bis zu 12 Dateien · je 10 MB · insgesamt 30 MB

Lastgänge als CSV oder Excel und die zugehörige Netzabrechnung können Sie hier auswählen. Die Anfrage ist auch ohne Datei möglich.

    Noch keine Dateien ausgewählt.

    Die Auswahl bleibt beim Zurückgehen erhalten. Ihre Unterlagen werden mit Ihrer Anfrage geschützt übermittelt.

    Ihr Anliegen (optional)

    Wie erreichen wir Sie? Prüfen Sie Ihre Kontaktdaten zum Abschluss.

    Nur für Rückfragen zu Ihren Verbrauchsdaten.